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Nachhaltigkeit

Reifen platt? Kein Problem: Auf dem Campus gibt es seit Juni 2025 vier Fahrradreparatursäulen – eine von vielen Maßnahmen für klimafreundliche Mobilität. Das Geld dafür kommt aus dem Programm der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI): Im Projekt „FUturRad“ fließen Investitionen von mehr als 810.000 Euro in fahrradfreundliche Mobilität rund um die Universität. Die aktuelle Mobilitätsumfrage hat gezeigt, dass immer mehr FU-Beschäftigte und Studierende zur Uni radeln. Und: 24 Prozent der Wege auf dem Campus werden mit dem Rad zurückgelegt. Dafür stehen nun neben 35 normalen Fahrrädern auch 16 E-Lastenräder bereit. 

Im Offenen Hörsaal läuft eine Ringvorlesung mit dem Titel Biodiverses Berlin – aus der Sicht von Forschung, Naturschutz und Gesellschaft. Das Living Lab Multispecies Campus widmete sich der Artenvielfalt auf dem Campus forschungsbasiert und „hands on“ – mit Kino für Krähen, Igeltunneln und dem Campus-Ranger Leon von Salisch. Auf den Sustainability Days von SUSTAIN IT! drehte sich Anfang Juli unter dem Motto „WHO CARES“ alles darum, wer Verantwortung für eine nachhaltigere Zukunft übernimmt. 

Wie alle Maßnahmen ineinandergreifen, zeigt die Umwelterklärung 2025 als Ergänzung zum Nachhaltigkeitsbericht. Schöne Anerkennung: Die Freie Universität wurde durch 240 Juror*innen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter die drei Finalisten in der Kategorie „Schulen und Hochschulen“ gewählt. Damit würdigt der Preisgeber das mehr als zwei Jahrzehnte dauernde Engagement der Freien Universität im Bereich der Nachhaltigkeit.

Internationales

Auch in diesem Jahr: Im August 2025 begannen Studieninteressierte mit Fluchthintergrund an der Freien Universität ein intensives Deutschkursprogramm. Viele der mehr als inzwischen 600 Teilnehmer*innen der vergangenen zehn Jahre nahmen danach ein Studium oder eine Promotion auf oder nutzten das Programm als Sprungbrett auf den Arbeitsmarkt.

Fast zwei Millionen Euro Fördergeld warb die Freie Universität 2025 für das Erasmus-Programm im außereuropäischen Raum ein. Das Geld fließt zum Großteil direkt in Stipendien – und ermöglicht Studierenden und Beschäftigten Aufenthalte an 80 Partnerhochschulen in 39 Ländern. Warum also nicht einmal nach Windhuk? Im November 2025 vereinbarte die Freie Universität eine umfassende Kooperation mit der University of Namibia. Diese arbeitet schon länger mit dem Fachbereich Veterinärmedizin zusammen, nun sind weitere Fachbereiche interessiert. 

Ohne internationale Zusammenarbeit bliebe so manches Fundstück einfach im Boden liegen: Forschende der Freien Universität und der Universität York untersuchen gemeinsam neolithischen Müll, um zu verstehen, wie sich die ersten Bauern Europas an eine sesshaftere Lebensweise anpassten. Seit Herbst 2025 erforschen Prähistorikerinnen der Freien Universität in einem internationalen Team die UNESCO-Welterbestätte Göbekli Tepe im Südosten der Türkei. Einen antiken Hörsaal legten die Archäologinnen und Archäologen im Gymnasium von Agrigent auf Sizilien frei.

Forschung in Aktion

Forschung ist selten reine Theorie, meist ist auch viel Praxis im Spiel. In der Weltraumforschung geht es zwar eher ums All als um den Alltag – doch 2025 waren Forschende der Freien Universität wieder bei echten Missionen dabei: Auf der Suche nach einer „zweiten Erde“ durchsuchten sie mit 26 Kameras den Sternenhimmel, sie bauten ein Radiometer zur Messung der Temperatur in Mondkratern und fahndeten auf einem Saturn-Trabanten nach flüssigem Wasser.

Die Historikerin Jessica Gienow-Hecht erklärte, wie Staaten und Nationen sich beim „Nation Branding“ der Mittel der Werbung bedienen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam erforscht die Kipppunkte von Flusssystemen in Folge des Klimawandels. Und das an der Freien Universität entwickelte Präventionsprogramm gegen Cybermobbing „Medienhelden“ kommt an vielen Schulen in Deutschland zum Einsatz.

Mit der FUB Innovation GmbH und einem Scale-up-Labor erweiterte die Freie Universität im Oktober 2025 ihr Ökosystem für den Transfer von Erkenntnissen aus den Lebenswissenschaften. Im Scale-up-Lab mit Räumen im FUHUB können Materialien und Moleküle aus der Forschung erstmals in größeren Mengen hergestellt werden – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Markt.

Jubiläen und Feste feiern

25 Jahre Lange Nacht der Wissenschaften. Die Jubiläumsveranstaltung erreichte mit mehr als 10.000 Besuchen einen Rekord seit der Pandemie. 15 Jahre Sustain it!. Die Mitmach- und Vernetzungsinitiative zu Nachhaltigkeit zeigt, dass eine engagierte Hochschulcommunity Wandel aktiv gestalten kann. Seit 30 Jahren besteht das Berlin Consortium for German Studies (BCGS). Das Programm ermöglicht einen Studierendenaustausch zwischen Freier Universität Berlin und sechs US-amerikanischen Ivy-League-Universitäten.

Am 4. Dezember, dem Ernst-Reuter-Tag, feierte die Freie Universität Berlin ihren 77. Geburtstag. Die Publizistin Carolin Emcke appellierte in ihrer Festrede, sich mit aller Kraft für die Wissenschaftsfreiheit einzusetzen: Freiheitsrechte zu verteidigen, sei kein gemütlicher und einfacher Weg: „Aber wir haben das Beste, das Schönste, das Beglückendste zu verteidigen, was uns geschenkt wurde“, schloss Carolin Emcke.

Und zum Ende: Wer kommt rein, wer bleibt draußen? Oder: Wie kommt man ins Berghain? Eine Studie hat das Geheimnis des Einlasses in Berliner Technoclubs entschlüsselt.  

Besinnliche und erholsame Feiertage, kommen Sie gut ins neue Jahr!

Das Redaktionsteam der Stabsstelle Kommunikation und Marketing